Wir machen «reformiert.»

«reformiert.» entsteht in vier verschiedenen Redaktionen: In jener in Bern arbeiten Samuel Geiser, Rita Jost und Martin Lehmann. Alle drei nur 60%-ig Prozent angestellt – aber 100%-ig überzeugt: Würde es «reformiert.» nicht geben, müsste man die Zeitschrift erfinden.

Wenn die Leute nicht mehr zur Kirche gehen, geht halt die Kirche zu den Leuten – in Form einer Zeitung: Das war das Credo der Gründerväter des «saemann» im Jahr 1884. Mit einem breiten, mitnichten aufs Kirchliche fixierten, sondern weltlich-offenen Artikelmix wollte man «den Samen der evangelischen Wahrheit» unter jene streuen, die nicht mehr «z Predig» gehen.

Gibts ein zeitgemässeres, aktuelleres, besseres Programm für eine reformierte Mitgliederzeitung? Jedenfalls hängt das vor bald 125 Jahren formulierte Redaktionskonzept im Büro der Berner Redaktion. Wir, die MacherInnen leben ihm nach und versuchen eine Zeitung zu machen, die sich an die ganze Breite der Volkskirche richtet: an die Minderheit der kirchlich Interessierten ebenso wie an die grosse Mehrheit jener, die sich um Gottesdienstordnungen und Synodebeschlüsse zwar foutieren, aber immer noch Mitglieder sind – und mit ihren Steuerngeldern die Kirche überhaupt erst ermöglichen.

Diese Grundsätze finden sich auch in «reformiert.», dem Deutschschweizer Zeitungsprojekt, bei dem Aargauer, Bündner und Zürcher «Kirchenbote» sowie der «saemann» mitmachen. Und deshalb sind wir überzeugt: Gäbe es «reformiert.» nicht, müsste man es erfinden - ein professionell gemachtes, sorgfältig redigiertes, inhaltlich fundiertes, ethisch pointiertes Blatt, das überrascht und ermutigt und für Kirchenferne und Kirchenfans eine Plattform sein will.

redaktion.bern@reformiert.info