Nach einer mehrwöchigen Einarbeitungsphase wird das Hospiz neun Einzelzimmer für sterbende Menschen anbieten. Es befindet sich in der Oranienburg der Stiftung Diaconis an der Schänzlistrasse 15 in Bern. Die Zimmer sind wohnlich gestaltet und bieten Blick ins Grüne, es herrscht eine ruhige, intime Atmosphäre. Zum Hospiz gehören auch Gemeinschaftsräume und ein Garten. Hauswirtschaftliche und gastronomische Leistungen bezieht es von Diaconis.
Zuwendung und Begleitung im Fokus
Geborgenheit und Lebensqualität der Betroffenen stehen im Vordergrund. «Wo Heilung nicht mehr möglich ist, rückt Zuwendung und Begleitung ins Zentrum», sagt Verena Prebil, Leiterin des Hospizes. Die Patientinnen und Patienten werden rund um die Uhr von einem interprofessionellen Team aus rund 20 Mitarbeitenden betreut. Neben in Palliative Care ausgebildeten Pflegefachpersonen und der ärztlichen Leiterin Dr. Sabine Bühler gehören auch Physiotherapie, Kunst- und Musiktherapie, Psychoonkologie, Ernährungsberatung, soziale Arbeit und Spitalseelsorge zum Angebot.
Letztere wird von der katholischen Kirche getragen, ist aber im Sinne der «Spiritual Care» überkonfessionell. Glauben wie auch Herkunft und finanzielle Situation spielen für die Aufnahme keine Rolle.
Tag und Nacht für Sterbende und ihre Angehörigen da
Angehörige und Nahestehende sind Tag und Nacht im Hospiz willkommen. Sie können auch dort übernachten. «Das Hospiz Bern gibt dem Sterben und dem Abschied einen würdigen Platz, und zwar mitten in der Stadt», sagt die Berner Gemeinderätin, Direktorin für Bildung, Soziales und Sport.
Das Hospiz Bern wird nun während drei Jahren als Pilotprojekt betrieben. Finanziert wird es durch den Kanton; den Aufenthalt und zusätzliche Leistungen bezahlen grundsätzlich die Patientinnen und Patienten. Ist dies nicht möglich, steht ein Spendenfonds zur Verfügung.