Sie sind als Pfarrerssohn im Pfarrhaus aufgewachsen. Heute sind Sie berühmt für Party-Lieder wie «Ouzo», «Drinking Wine Feeling Fine» und «Aperol Spritz». Beisst sich das nicht?
Vincent Gross: Im Gegenteil! Ich meine, das Bier wurde doch von den Mönchen in christlichen Klöstern erfunden – insofern könnte man sagen, ich trete entfernt in ihre Fussstapfen. Ausserdem ist das Singen über Getränke für mich eine sehr authentische Erfahrung: Ich besitze nämlich mit Freunden auch eine Brauerei in Basel, die BrauBude. Ich singe also nicht nur darüber, ich leb’s auch!
Inwiefern prägt Ihr Elternhaus Sie denn heute?
Der Glaube ist für mich noch immer allgegenwärtig, auch wenn ich an den Sonntagen eher unterwegs zu Auftritten bin als in der Kirche. Meine Eltern haben mir aber wichtige Grundwerte mitgegeben, wie Respekt und Freundlichkeit gegenüber allen Menschen. Und sie hatten einen riesigen Einfluss auf meine Karriere. Sie haben mich für alle Arten von Musik begeistert, von Klassik bis Schlager, und gaben mir die Möglichkeit gegeben, Instrumente zu lernen.
Auch im Kirchenchor sangen Sie mit …
Ja, das war eine coole Truppe! Ich glaube, im Kirchenchor kam ich zum allerersten Mal in Kontakt mit Notationen. Da hat das für mich ein Stück weit angefangen mit der Musik.
