Diese Hilfsmittel erleichtern die Bibellektüre

Bibellesen

Die Bibel ist eine anspruchsvolle Lektüre. Doch es gibt unzählige Hilfsmittel, die das Lesen und Verstehen erleichtern. Eine kleine, grundlegende Auswahl.

Bücher

Klaus Bäumlin, «Die Bibel als geselliges Buch heute lesen», Theologischer Verlag Zürich, 2025, 182 S.

«Das gesellige Buch» – so hat Kurt Marti die Bibel genannt. Genauso, als geselliges Buch versteht sie auch Klaus Bäumlin. Er führt in diesem grundlegenden Band von «bibel heute lesen» ein in die Bibel als Buch von verschiedenen Stimmen, Autoren und Redaktoren, die sich keineswegs immer einig waren. Der Band vermittelt einen Überblick über das Alte und das Neue Testament, über die Entstehungsgeschichte, die Kanonbildung und die Vielfalt der literarischen Gattungen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Verhältnis von Neuem und Altem Testament: Bäumlin erörtert biblische Widersprüche und Dissonanzen und zeigt, wie die mannigfaltigen Stimmen doch zusammenfliessen – in das Bekenntnis zum einen Gott.

«Leitfaden Bibel. Basiswissen zum Buch der Bücher», Deutsche Bibelgesellschaft, 2020, 96 S.

Der «Leitfaden Bibel» vermittelt einen kompakten Überblick über die Bibel. In ihm ist das Basiswissen zusammengestellt, das sich zu wissen lohnt: Grundwissen zur Bibel, ihr Aufbau, die Geschichte der Überlieferung, Wissenswertes zum Alltag in biblischer Zeit, die großen Themen der Bibel, Informationen zu den jüdischen Festen und dem Kirchenjahr, praktische Tipps und Hilfen zum Bibellesen sowie Landkarten zum Land der Bibel in alt- und neutestamentlicher Zeit.

Jeffrey Geoghegan, Michael Homann, «Die Bibel für Dummies», Wiley-VCH, 4. Aufl. 2026 (erscheint im April), 480 S.

Alle Bücher sind dem Gesetz des Alterns unterworfen. Alle bis auf eins: die Bibel. Jeffrey Geoghegan und Michael Homan bringen den Lesern diesen zeitlosen Klassiker nahe. Sie geben nicht nur den Inhalt der Bibel wieder, sondern erklären auch Hintergründe und Interpretationen. Diese kompakte Darstellung des Buches der Bücher reicht von Adam und Eva über Abraham bis hin zu Jesus Christus und der Apokalypse. Was passiert in der Bibel? Was bedeuten ihre Aussagen? Warum wurde sie so niedergeschrieben? Und warum ist das Buch für uns heute noch so wichtig?

Ulrich Luz, «Das Neue Testament. Wer, Was, Wo für Einsteiger», Patmos/TVZ, 3. Aufl. 2024 (2018), 188 S.

Ein Dutzend «normale» Frauen und Männer, jüngere und ältere, katholische und evangelische, kirchennahe und kirchenferne, haben zusammen mit dem bekannten Neutestamentler Ulrich Luz das Neue Testament gelesen und ihre kritischen Fragen und Einwände an seine Textentwürfe gestellt. Entstanden ist ein originelles, «leser-geprüftes» Büchlein: Es informiert Nicht-Theologinnen und Nicht-Theologen in verständlicher Sprache über Jesus, das frühe Christentum und die Schriften des Neuen Testaments.

Extra-Tipp: Bibelleseplan

Mit einem Bibelleseplan kann man in einem Jahr die ganze Bibel anhand ausgewählter Stellen lesen. Bibellesepläne gibt es online (s.u.) oder als Buch, beispielsweise dieses:

Karl-Heinz Vanheiden, «Endlich mehr Durchblick. Bibelleseplan mit historischem Kontext», Christliche Verlagsgesellschaft, 2025, 256 S.

Dieses Buch bietet mehr als einen einfachen Bibelleseplan. Zu jedem Bibelbuch gibt es eine kurze Einführung und an jedem Tag ein paar Hinweise zu den chronologischen Zusammenhängen der Bibel sowie Erläuterungen schwieriger Stellen. Der Bibelleseplan ist so aufgebaut, dass er innerhalb eines Jahres durch die Bibel führt - und das in chronologischer Leserichtung (Altes und Neues Testament abwechselnd).

Websites, Videos, Podcasts

Wissen rund um die Bibel, Bibellesepläne, Online-Bibeln und mehr gibt es auf den Websites der Schweizerischen und der Deutschen Bibelgesellschaft. Letztere bietet auch eine App an.

Bibelstellen aus verschiedenen Bibelausgaben vergleichen kann man mit dem Bibelserver des Evangeliums-Rundfunk ERF.

Den Umgang mit schwierigen Bibelstellen erklärt die Theologin Evelyne Baumberger in ihrem Artikel auf reflab.ch, einer Online-Plattform der reformierten Kirchen Kanton Zürich für die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben und Spiritualität. Zu grundlegenden Fragen zum Lesen der Bibel und zum Christentum ist auch Baumbergers Format «Unter freiem Himmel» zu empfehlen. Dieses gibt es als Video-Playlist auf YouTube und als Podcast.

Im Podcast «Unter Pfarrerstöchtern» sprechen die Schwestern Sabine Rückert, Redakteurin für besondere Aufgaben der ZEIT, und Johanna Haberer, Theologieprofessorin über die Bibel. Dabei gehen sie der Frage nach, was uns d uralten Mythen der Bibel heute sagen. 

Theologiekurs

Fokus Theologie bietet in mehreren Deutschschweizer Kantonen einen Theologiekurs an. Er richtet sich an Menschen innerhalb kirchlicher Strukturen als auch an Menschen, die sich als reformierte Zeitgenossen oder als Neugierige beziehungsweise Suchende verstehen.