Er lebt zurückgezogen in den Stallungen einer verlassenen toskanischen Villa, ernährt sich von Konserven und kann sich kaum um sich selbst kümmern, geschweige denn um seine Umwelt: Adriano scheint mit sich und dem Leben abgeschlossen zu haben. Doch dann besetzt eine Gruppe junger Menschen die baufällige Villa nebenan.
Schuld und Sühne
Die Männer und Frauen wollen mit ihrem im Studium erworbenen Wissen den Weinberg wiederbeleben und die alten Olivenbäume kultivieren. Der abweisende Einsiedler fühlt sich von ihnen gestört, will die Gruppe wieder loswerden. Doch ausgerechnet sie bieten ihm die Hand zurück ins Leben.
Diese Grundidee der Geschichte hätte Potenzial für eine seichte Wohlfühlkomödie. Dem italienischen Regisseur Paolo Virzì, der für Tragikomödien wie «Die Überglücklichen» bekannt wurde, ist mit «Cinque Secondi» jedoch ein berührendes Drama gelungen. Adriano, intensiv gespielt von Valerio Mastandrea, steht im Mittelpunkt der Geschichte.
