Seit 26 Jahren gehöre ich zu einer Gebetsgruppe von vier Frauen, die mich in all den Jahren gestärkt und durch Schwieriges getragen hat. Wir treffen uns alle 14 Tage, der Ablauf ist immer der gleiche. Zuerst singen wir ein Lied, dann lesen wir reihum und jede in ihrer Bibel-Übersetzung einen Text. Nach 20 bis 30 Minuten in Stille teilt jede mit, was ihr das Gelesene sagt. Danach tauschen wir uns aus, können auch Persönliches in die Mitte legen. Zum Schluss singen wir nochmals ein Lied. Bevor wir gemeinsam die Kerze ausblasen, schicken wir Licht zu jemandem, der es gerade besonders nötig hat.
Als ich vor einigen Jahren die Diagnose Parkinson erhielt, wollte ich erst aus der Gruppe austreten. Doch die Frauen schlugen vor, dass sie zu mir kommen. Darüber bin ich sehr froh, es hat mir geholfen, die Krankheit anzunehmen. Die Treffen geben mir viel Kraft und zeigen mir, dass ich nicht allein bin. Ich fühle mich aufgehoben, in der Gruppe und bei Gott. Er begleitet mich, ob es mir gut geht oder nicht.»
Irene Mazzocco (68) aus Suhr AG arbeitete bis zu ihrer Pension als Katechetin.
