In den USA aber auch in europäischen Staaten werden Demokratie und Menschenrechte zunehmend in Frage gestellt oder gar angegriffen. Tendenzen, denen sich auch die Kirchen widersetzen müssten, findet die reformierte Pfarrerin Catherine McMillan Haueis.
Im vergangenen April lancierte die Pfarrerin aus Dübendorf-Schwerzenbach gemeinsam mit Matthias Krieg, dem ehemaligen Leiter der Abteilung Bildung in der reformierten Zürcher Landeskirche sowie dem Zürcher Synodalen Giorgio Girardet einen Aufruf zur Verteidigung demokratischer Kultur. Darin beklagen sie aufkommende Barbarei – mit Blick auf die Kommunikation in den sozialen Medien aber auch in der Politik, «wenn politisch Verantwortliche das Lügen und Verdrehen, Schmähen und Drohen, Verleumden und Beleidigen» leichtfertig übernähmen.
Die Initianten erinnern an die Errungenschaften der Reformation im Bildungsbereich, die nun auf dem Spiel stünden. Konkret führen sie die regelbasierte Kommunikation und Politik an. Auch hebe die Bibel als Kennzeichen für die Gerechtigkeit eines Regimes hervor, dass dieses nicht zuerst die Mitte der Gesellschaft pflege, sondern die Ränder. «Das ist keine linke, sondern eine biblische Idee, gewachsen aus der Erfahrung mit orientalischen und antiken Tyrannen», heisst es.
