Am Institut Unterstrass machen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen ein Hochschulstudium. Geht das überhaupt?
Eva Ebel: Unsere écolsiv-Studierenden absolvieren keine Ausbildung mit fixen Leistungsanforderungen, sie erhalten auch kein Lehrdiplom. Das Programm ist als Portfolio-Ausbildung angelegt. Deren Ziel: die Fähigkeiten einer Person erkennen, sie fördern und herausfinden, wie sie diese später im Schulalltag einbringen kann.
Was hat sich für die Hochschul-Dozierenden mit écolsiv verändert?
Wir Dozierenden sind gefordert, unseren Unterricht vielfältiger zu gestalten und didaktisch Neues auszuprobieren. Standard und Qualität der Ausbildung sind nach wie vor gleich. Durch alternative Zugänge wie Filme oder digitale Formate ist die Wissensvermittlung jedoch breiter geworden. Diese Öffnung wurde durch die écolsiv-Studierenden angestossen, kommt aber auch allen anderen zugute.
