Nicht lange nach Jesu Tod trat ein Mann in Samaria auf und sagte von sich selbst, er sei «etwas ganz Grosses» (Apg 8,9). Er habe die Bevölkerung «in Bann geschlagen», heisst es in der Apostelgeschichte, und die Leute hätten von ihm behauptet, er sei die Kraft Gottes.
Aus ausserbiblischen Quellen lässt sich vermuten, dass er ein Verkünder der Gnosis war, einer geistigen Strömung der damaligen Zeit. Die Gnostiker betrachteten den Menschen als gefallene Lichtgestalt, die nur durch die Hinwendung zum Geistigen zu Gott zurückfinden könne.
Da kamen aber die Apostel Philippus, Petrus und Johannes nach Samaria und verkündeten im Namen Jesu das Reich Gottes. Sogar dieser geheimnisvolle «Magier» Simon wurde bekehrt und liess sich taufen. Die Wundertaten und Zeichen der christlichen Verkünder hatten ihn überzeugt.
Vollends geriet er ins Staunen, als die Apostel den Gläubigen die Hände auflegten und ihnen den Heiligen Geist eingaben. Das wollte er auch können. Er bat die Apostel, ihn gegen Geld ins Geheimnis der Geistübertragung ein-zuweihen. Petrus schimpfte ihn für seine unlautere Gesinnung jedoch aus und gab ihm den Rat mit auf den Weg: «Wende dich ab von deiner Bosheit und bete zum Herrn.»
