Ganz bewusst strapaziert der iranische Regisseur Ali Asgari streckenweise die Nerven des Publikums in seinem neuen Film «Divine Comedy». Etwa in folgender rund zehnminütigen Szene, die aus einer einzigen Einstellung besteht.
Von einem anonymen Anrufer in eine noble Bar zitiert, findet sich der Filmemacher Bahram Ark an einem Tisch neben einem Vertreter des iranischen Kulturministeriums wieder. Dieser möchte ihn davon überzeugen, religiöse Filme zu machen, die dem Regime gefallen. Ark lässt sich nicht beeindrucken, obwohl er verzweifelt um eine Vorführgenehmigung für seinen neusten Arthouse-Film kämpft. Das zähe Gespräch, bei dem der Beamte alle Register zieht, um Ark zu überzeugen, verläuft im Sand.
